23.06.2015

Presseinformation – "Wo es nach Silage und Kuhfladen riecht"

Zum Auftakt von „Landwirtschaft für kleine Hände“ haben Kindergartenkinder den Milchhof Arkenberg in Wunstorf-Kolenfeld erkundet. Insgesamt werden während der Aktionswoche rund 2.500 Kinder in ganz Niedersachsen heutige Landwirtschaft mit allen Sinnen erleben.

Butter schütteln strengt ganz schön an: Kindergartenkinder, Minister Christian Meyer und die NLV-Vorsitzende Barbara Otte-Kinast probieren es bei der Auftaktveranstaltung zu „Landwirtschaft für kleine Hände“ aus

Wunstorf-Kolenfeld – Kühe streicheln, Futtermischungen ertasten und Butter schütteln: Die Eindrücke, die die Kinder der DRK-Kindertagesstätte in Wunstorf gestern auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von Ina und Fred Arkenberg bekommen haben, dürften ihr Bild von der Landwirtschaft nachhaltig prägen. „Viele Kinder kennen sich mit der Herkunft unserer Lebensmittel kaum noch aus“, betonte Barbara Otte-Kinast vor rund 30 Gästen aus den Bereichen Politik, Landwirtschaft und Kirche. „‚Landwirtschaft für kleine Hände‘ setzt in der Verbraucherbildung bei den Kleinsten an“, sagte die Vorsitzende des Niedersächsischen LandFrauenverbandes Hannover (NLV). 

„Nicht nur in vielen Kinderbüchern, vor allem auch in der Werbung wird ein Bild von der Landwirtschaft vermittelt, das der Realität in keiner Weise entspricht“, sagte Christian Meyer in seinem Grußwort. Der niedersächsische Minister für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz zeigte sich von der Aktion beeindruckt, die wirklich alle Sinne anspreche, bis hin zum „Atmen der Gerüche von Silage bis Kuhfladen.“ Über die Erzählungen der Kinder würden auch die Eltern erreicht und fingen an, sich für Landwirtschaft zu interessieren. Im Namen „seines Ministeriums“ versprach Meyer, das Projekt auch in Zukunft zu unterstützen.

Auf das zu Unrecht schlechte Image der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit ging der Vorsitzende des Landvolkkreisverbandes Hannover, Volker Hahn, ein: „Jeder Landwirt, der Tiere hat, kümmert sich sieben Tage die Woche und sieht sich dennoch Anfeindungen ausgesetzt.“ Das Imageproblem sei groß, viele zögerten sogar, diesen Beruf zu ergreifen, um nicht abseits der Gesellschaft zu stehen. „Öffentlichkeitsarbeit, wie sie die LandFrauen hier leisten, hilft dabei, dieses schlechte Bild geradezurücken.

"Beim Rundgang über den modernen Familienbetrieb konnten sich Jung und Alt überzeugen, dass die rund 120 Milchkühe einen zufriedenen Eindruck machen, genug Platz haben, sich selbstständig von Bürsten massieren lassen und zum Melken den Melkroboter aufsuchen. „Nur zufriedene Kühe geben eine große Menge Milch", stellten Ina und Fred Arkenberg klar. Wenn sich ein Tier nicht wohlfühlt, sinke die Milchmenge sofort.

Die interessierten Kinder wussten nach ihrem Rundgang, warum alle Kühe eine Ohrmarke tragen, wie sich die Futtersilage zusammensetzt und dass eine Kuh erst ein Kälbchen geboren haben muss, bevor sie Milch gibt.

Ähnliche Erfahrungen wie die Kinder der DRK-Kindertagesstätte in Wunstorf werden bis zum 26. Juni rund 2.500 Kinder auf niedersächsischen Höfen machen. Dabei führen nicht alle Ausflüge in den Kuhstall, auch Betriebe mit Schweine- und Geflügelhaltung sowie Ackerbau geben Einblick in ihre tägliche Arbeit.

Die Aktionswoche findet in diesem Jahr zum vierten Mal statt, zum zweiten Mal in Kooperation mit dem LandFrauenverband Weser-Ems und damit niedersachsenweit. Das Projekt wird unterstützt vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie von

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