06.06.2016

Presseinformation – "Anreize für künftige Landärzte sind richtig"

Der NLV befürwortet die Pläne der Landesregierung, Stipendien für Medizinstudenten an die Bedingung zu knüpfen, auf dem Land zu praktizieren.

Die Abbildung zeigt ein Plakat zur Tarmstedter Ausstellung, Veröffentlichung ausschließlich im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung. Der Bildnachweis Arto -fotolia.com muss deutlich sichtbar sein.

Hannover – „Das Vorhaben der Landesregierung ist vollkommen richtig“, bewertet die Vorsitzende des Niedersächsischen LandFrauenverbandes Hannover (NLV) Barbara Otte-Kinast die kürzlich erfolgte Ankündigung des Niedersächsischen Sozialministeriums, bestimmte Stipendien im Medizinstudium künftig mit der Auflage für den Stipendiennehmer zu verknüpfen, nach der Facharztausbildung mindestens vier Jahre auf dem Land zu praktizieren.

Der NLV sieht im Ärztemangel im ländlichen Raum ein großes und wachsendes Problem. „Derzeit stehen bundesweit rund 2.000 Hausarztpraxen leer. Doch das ist erst die Spitze des Eisberges“, sagt Otte-Kinast. „Denn wenn Landärzte sich in den Ruhestand verabschieden, schließt ihre Praxis nicht selten für immer. Nachfolger zu finden ist schwer.“

Unter dem Motto „Keine Sprechstunde auf dem Land? – Medizinische Versorgung der Zukunft sicherstellen!“ sensibilisieren die LandFrauen im NLV deshalb beim Tag des offenen Hofes am kommenden Sonntag, am NLV-Stand bei der Tarmstedter Ausstellung vom 8. bis 11. Juli und auf dem Podium der Tarmstedter Gespräche am 8. Juli um 15 Uhr für die Problematik.

Dabei wird der NLV bei den Veranstaltungsbesucher(innen) abfragen, welcher Anreiz ihrer Meinung nach Ärzte tatsächlich auf das Land lockt: Ist es, wie jetzt im Masterplan soziale Gesundheitswirtschaft“ in Niedersachsen vorgesehen, eine Förderung des Studiums, oder wären ein Sponsoring der Praxis oder ein Basisgehalt seitens der Kommune vielleicht noch effektiver? Zusätzlich wird der NLV mit Plakaten und Postkarten auf das Thema aufmerksam machen.

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