26.09.2017

Pressemitteilung: Tradition und Engagement

BDL und dlv übergeben Erntekrone an Bundesfrauenministerin

Vertreterinnen und Vertreter von BDL und dlv übergeben die Erntekrone an Bundesfrauenministerin Dr. Katarina Barley Foto: dlv

Berlin, 20.09.2017 – Bei stolzen 1,23 Meter Höhe bringt sie 26 Kilogramm auf die Waage. Sie hat Gewicht, und das nicht nur im eigentlichen Sinne des Wortes - die Erntekrone, die Bund der Deutschen Landjugend (BDL) e.V. und Deutscher LandFrauenverband (dlv) heute gemeinsam ins Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSJ) getragen und der Hausherrin, Dr. Katarina Barley, übergeben haben.

„Denn sie ist nicht nur aus Ähren und Feldfrüchten gebunden, sondern auch voller Dank für die Ernte. Sie ist gelebte Traditionspflege und Gemeinschaft“, so der BDL-Bundesvorsitzende Sebastian Schaller über das Prachtstück, in dem rund 500 Arbeitsstunden stecken.

„Eine solche Krone braucht viel Sorgfalt und vorausschauendes, planvolles Handeln. Somit ist sie ein gutes Sinnbild für das ehrenamtliche Engagement, das wir im ländlichen Raum leisten“, ergänzt Agnes Witschen, dlv-Vizepräsidentin. „Wir freuen uns, diese Erntekrone heute an ein Bundesministerium zu übergeben, das unsere Verbände kontinuierlich unterstützt.“

Von der Bayerischen Jungbauernschaft, einem BDL-Landesverband, kam der begleitende Volkstanz - aufs Parkett gebracht von der Landjugend Fechheim (Landkreis Coburg). „Das gehört zu uns wie die Junglandwirte“, macht die BDL-Vorsitzende Nina Sehnke deutlich: Als selbstorganisierter Jugendverband sei der BDL zugleich ein Repräsentant gesellschaftlicher Vielfalt. „Wir sind das Rückgrat der Demokratie. Auch beim Erntekronenbinden und traditionellem Volkstanz geht es um Werte und Zusammenhalt. Denn wir müssen entscheiden, wie wir miteinander leben wollen, wie unsere Gesellschaft aussehen soll“, sind Nina Sehnke und die Bundesjugendministerin sich einig.

Im BDL gelingt gerade beim gemeinsamen Volkstanz der Austausch mit anderen Kulturen - über mögliche Sprachbarrieren hinweg. „Wir entdecken die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede. Das ist aus unserer Sicht der richtige Weg zu einem gemeinsamen Miteinander, in dem aus Fremden Freunde werden können“, ergänzt der BDL-Bundesvorsitzende Sebastian Schaller.

„In den Städten wird gern unterschätzt, was auf dem Land passiert. Doch Demokratie fängt nicht erst in Berlin an, wie Ihre beiden Verbände immer wieder beweisen“, sagte Dr. Katarina Barley. Die Bundesjugend- und Bundesfrauenministerin bedankte sich für die prächtige Erntekrone, die von ihrem Hause auch als Botschaft verstanden werde. „Wir wissen alle um die wichtige Arbeit und ihr Engagement, die das Land lebenswert machen“, so Dr. Barley. Sie lud Landjugend und Landfrauen ein, ihre Anliegen weiter so intensiv in die Ministeriumsarbeit einzubringen.

Jährlich zum Ende der Erntezeit werden im gesamten Bundesgebiet Erntekronen gebunden - als Symbol für ein erfolgreiches Jahr und gute Zusammenarbeit. Zusammen mit dem dlv bringt der größte Jugendverband im ländlichen Raum dem Generationenministerium jährlich solch ein Prachtstück ins Haus. In diesem Jahr kam die Erntekrone von der Landjugend Oberfranken. Die Garben von Winter- und Sommergerste, Weizen, Hafer, Roggen, Triticale und Dinkel wurden von Landwirten gespendet, im Juni wurden sie von Landjugendlichen auf den Feldern selbst geschnitten und anschließend gebündelt gelagert. Die rund 20.000 Ähren sind je zehnmal durch die Hände gegangen, bevor das kunstvolle Gebinde für das BMFSJ fertig war.

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