26.09.2017

Pressemitteilung: Digitaler Wandel: Ehrenamt digital zukunftsfest machen

dlv und BDL fordern Unterstützung für digitale Entwicklung von Vereinen und Verbänden

Berlin, 21.09.2017 – Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) und der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) mahnen anlässlich der Woche des Bürgerschaftlichen Engagements, das Ehrenamt beim digitalen Umbau der Gesellschaft nicht zu vergessen.

„Die Bundesregierung hat in dieser Legislaturperiode die Bedeutung der digitalen Transformation in weiten Teilen erkannt. Auch im Wahlkampf spielt das Thema eine große Rolle. Aber in keinem der Wahlprogramme wird die Digitalisierung im Zusammenhang mit dem Ehrenamt auch nur erwähnt. Spätestens im Koalitionsvertrag wollen wir das verbindlich und umfassend berücksichtigt wissen“, stellen die BDL-Bundesvorsitzende Nina Sehnke und die dlv-Präsidentin Brigitte Scherb übereinstimmend fest.

Laut dlv und BDL stehen den 33 Millionen ehrenamtlich Engagierten und ihren Organisationen in Deutschland ganz zentrale Zukunftsaufgaben durch die Digitalisierung bevor: „Wir wollen den digitalen Transformationsprozess pro aktiv gestalten und nicht von den Entwicklungen überrannt werden. Die Aufgaben, die vor uns liegen, können wir nicht alleine stemmen. Hier brauchen wir Unterstützung, nicht nur in der digitalen Bildung, sondern auch wenn es um die Weiterentwicklung unserer Vereine und Strukturen geht. Nur dann wird es uns gelingen, auch in Zukunft wichtige, gesellschaftliche Aufgaben erfolgreich zu stemmen.“

Die Digitalisierung habe drastische Auswirkungen auf die Vereinsarbeit von morgen, sind sich beide Verbände einig. Es liege auf der Hand, dass die Digitalisierung tiefer als bisher in ihre Organisationsstrukturen und die Vereinskultur eingreifen werde, zeigen Sehnke und Scherb sich überzeugt. Es gehe also nicht nur um die Einführung digitaler Anwendungen, sondern auch um eine Weiterentwicklung von Verwaltungs- und Kommunikationsprozessen, Öffentlichkeitsarbeit und Interessenvertretung. Zwangsläufig sei die Digitalisierung in den Vereinen und Verbänden nicht nur eine Aufgabe der digitalen Bildung, sondern auch eine große Herausforderung für die Organisationsentwicklung.

Darüber hinaus fordern dlv und BDL die nächste Bundesregierung auf, noch viel mehr für den Breitbandausbau in den ländlichen Räumen zu tun. „Die digitale Lücke zwischen Stadt und Land muss endlich geschlossen werden, denn die Breitbandversorgung zählt zu den Aufgaben der Daseinsvorsorge. Wir fordern für die Wirtschaft auf dem Land, für eine zeitgemäße Alltagsführung wie auch für die Vereinbarkeit von Beruf, Ehrenamt und Familie ein lückenloses schnelles Internet in allen ländlichen Regionen Deutschlands“, so Scherb und Sehnke nachdrücklich.

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