27.05.2016

Presseinformation: Zugang zu Spracherwerb, Ausbildung und Arbeit forcieren

Deutscher LandFrauenverband fordert auch für Migrantinnen zügige Teilhabe am Arbeitsmarkt und Potenziale des ländlichen Raumes besser zu nutzen.

Berlin, 27. Mai 2016 – Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) begrüßt den Vorschlag der Bundesregierung für ein Integrationsgesetz. „Der darin enthaltene Ansatz des Förderns und Forderns führt in die richtige Richtung“, sagt Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes. „Es ist gut, dass die Details und Konditionen für eine dauerhafte Aufnahme und Integration von Asylsuchenden künftig klar geregelt sind“, äußert sich Scherb.

Unabhängig von den voraussichtlichen Bleibeperspektiven stehen mit dem Integrationsgesetz nun allen Asylsuchenden Kurse offen, die eine Integration beschleunigen. „Sprache gehört zur Kultur eines Landes. Die Menschen brauchen sie aber zuallererst, um ihren Alltag bewältigen zu können. Deshalb müssen Kurse für alle Betroffenen, qualitativ hochwertig und insbesondere ausreichend zur Verfügung stehen“, so dlv-Präsidentin Brigitte Scherb.

Teilhabechancen aller Asylsuchenden müssen durch einen schnellen Zugang zu Ausbildung und Arbeit forciert werden. Der Deutsche LandFrauenverband fordert insbesondere, dass ausreichend Angebote auch für Migrantinnen geschaffen werden, nicht nur im Spracherwerb, sondern auch für Berufsqualifizierung oder beispielsweise auch im Rahmen von Fördermaßnahmen zur Existenzgründung. „Gerade für die Frauen ist die frühzeitige Teilhabe am Arbeitsmarkt ein wichtiger Baustein zur Integration und unumgänglich für ihre Unabhängigkeit. Für viele Mütter mit Migrationshintergrund ist Vereinbarkeit von Beruf und Familie oft eine schwierige Hürde. Ausreichend Betreuungsplätze, aber auch Beratungsleistungen sind notwendig, damit sie diese überwinden können“, sagt Scherb.

Mit Blick auf den Zuzug in die ländlichen Räume sieht der Deutsche LandFrauenverband großes Potenzial, das noch besser genutzt werden sollte. „Die ländlichen Räume können ihre Vereinskultur, das Miteinander und den dörflichen Zusammenhalt in die Waagschale werfen. Auch suchen wir dringend Fachkräfte. Ich bin aber sicher: Viele, die eigentlich in der Stadt Fuß fassen wollen, würden sich schnell einleben und die Vorzüge des Landlebens schnell zu schätzen wissen. Sich willkommen zu fühlen, das ist auch das Verdienst der Vereine und ehrenamtlich Engagierten“, ist dlv-Präsidentin Scherb überzeugt.

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