14.07.2016

Presseinformation: Starke Landwirtschaft - starker ländlicher Raum

Deutscher LandFrauenverband appelliert an Agrarministerkonferenz, die Zukunft der landwirtschaftlichen Betriebe zu sichern.

Berlin, 14. Juli - Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) blickt sorgenvoll auf die Situation der landwirtschaftlichen Betriebe. In Verbindung mit den akuten Existenzproblemen auf vielen Höfen könnte der ländliche Raum vor tiefgreifenden Veränderungen stehen. Im Rahmen der Agrarministerkonferenz am 15. Juli in Brüssel appelliert der dlv an die politischen Gremien, Maßnahmenpakete zügig umzusetzen.

Der dlv fordert die Vertreter der Politik dazu auf, angedachte Hilfsmöglichkeiten wie die steuerliche Gewinnglättung für drei Jahre, Bürgschafts- und Liquiditätshilfeprogramme, die Neugestaltung der Lieferbeziehungen in der Milchbranche sowie weitere Hilfsmaßnahmen so schnell wie möglich auf den Weg zu bringen. Die landwirtschaftlichen Betriebe dürfen nicht mit neuen Gesetzesauflagen belastet werden, die den Strukturwandel zusätzlich vorantreiben.

„Der Alltag unserer Landwirtsfamilien ist von der Arbeit auf den Höfen geprägt. Mit den Existenzängsten konfrontiert, befinden sich die Familien an der Grenze ihrer körperlichen und psychischen Belastungsfähigkeit“, so Brigitte Scherb, dlv-Präsidentin. „Bei der wirtschaftlichen Notlage der Betriebe dürfen die Familien und ihre Mitarbeiter nicht aus dem Auge verloren werden.“

Über das gesamte Bundesgebiet verteilt kämpfen viele landwirtschaftliche Betriebe um ihr Überleben. Hierfür ausschlaggebend sind Niedrigstpreise auf den volatilen Märkten für nahezu alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Angeschürt wird diese Notlage auch noch durch extreme Wetterverhältnisse und damit punktuelle Ernteverluste und Qualitätseinbußen. In den Betrieben entstehen Liquiditätslücken. Viele Höfe sehen sich dieser wirtschaftlichen Last nicht mehr gewachsen und müssen schließen. Bäuerliche Strukturen bilden die Basis für das Netzwerk des ländlichen Raums und den sozialen Zusammenhalt in den dörflichen Regionen. Ein Bruch dieser Strukturen würde den ländlichen Raum vor tiefgreifende Veränderungen und Neuerungen stellen. 

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