31.08.2015

Presseinformation: Beruf, Familie, Ehrenamt: Vereinbarkeitsfrage der Zukunft

Deutscher LandFrauenverband im Gespräch mit Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig

dlv-Präsidentin Brigitte Scherb im Gespräch mit Familienministerin Manuela Schwesig. Daneben Dr. Monika Michael, dlv-Geschäftsführerin, und Daniela Ruhe, dlv-Referentin für Frauen- und Gesellschaftspolitik (v.l.)

Berlin, 31. August 2015 – „Zeit für Familie, Zeit für gesellschaftliches Engagement muss besser anerkannt werden. Darin sehen wir uns durch die aktuelle Zeitverwendungsstudie bestätigt“, so die Überzeugung von Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv). „Wir müssen endlich zu einer Neubewertung von Fürsorgearbeit und der Übernahme von Verantwortung in unserer Gesellschaft kommen. Wer sich engagiert, wer sich um andere kümmert, darf am Ende seiner Lebensbiografie nicht mit einer Minirente abgestraft werden.“

Im Gespräch mit der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, konnte die dlv-Präsidentin die aktuellen Ergebnisse der Zeitverwendungsstudie thematisieren, die Hinweise auf politische Handlungsfelder gibt.

Väter und Mütter leisten im Durchschnitt pro Woche 10 Stunden mehr bezahlte und unbezahlte Arbeit als Personen ohne Kinder. Mehrheitlich ist dies vor allem unbezahlte Arbeit wie Kinderbetreuung, Haushaltsführung und ehrenamtliches Engagement. Die Zeitverwendungserhebung 2012/2013 gibt Aufschluss darüber, wie viel Zeit Menschen in Deutschland für verschiedene Lebensbereiche verwenden.

Darüber hinaus berichtete Brigitte Scherb in dem Gespräch mit der Bundesministerin von den Erfahrungen der Equal-Pay-Beraterinnen, welche der dlv in einem vom BMFSFJ geförderten Pilotprojekt qualifiziert hatte. „Es zeigt sich, dass es einen großen Aufklärungsbedarf bei Frauen und Männern über die Ursachen von Entgeltungleichheit gibt“, so Scherb.

Weitere Themen des Austauschs mit Bundesministerin Schwesig waren zudem die aktuelle Flüchtlingssituation und die Frage der ehrenamtlichen Unterstützungsmöglichkeiten im ländlichen Raum.

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